Dein Rucksack Guide

Kleine Rucksackkunde

Warum ein Rucksack? Sogar bei der berühmten Gletschermumie „Ötzi“ wurde eine Art Kraxe – ein Vorgänger des Rucksacks – gefunden. Als Jäger und Sammler legte er weite Wege zurück und hatte dabei seine Werkzeuge und die Verpflegung immer dabei. Auch wenn wir heute nicht mehr täglich durch die Wildnis streifen, tragen wir unsere wichtigsten Alltagsgegenstände immer bei uns. Genau wie Ötzi möchten wir dabei gern die Hände frei haben. Ein Rucksack bietet dafür die optimale Lösung. Das Allround-Transportmittel hat seit der Jungsteinzeit (glücklicherweise) einen beeindruckenden Werdegang vollzogen. Holz und Stricke wurden ersetzt durch funktionelle Stoffe und ergonomische Designs. Heute gibt es für jede Aktivität und alle Ansprüche den passenden Rucksack.

Der perfekte Rucksack

Wer vor hat, einen neuen Rucksack zu kaufen, verliert sich schnell in einem dichten Dschungel aus Angeboten. Denn Rucksäcke kommen mittlerweile nicht nur in verschiedenen Größen, sondern auch mit verschiedenen Funktionen, Tragesystemen und diversen Extraausstattungen. Damit Du Deinen Weg zum perfekten Rucksack sicher und ohne unnötige Umwege findest, geben wir Dir eine Step by Step Anleitung an die Hand.

Das Packvolumen

Die Frage nach der Größe des Rucksacks lässt sich schwer pauschal beantworten. Eine gute Methode zur Bestimmung des benötigten Packvolumens ist, sich genau zu überlegen, für welche Aktivitäten der Rucksack gekauft wird und was alles Platz finden sollte. Brauchst Du einen Wanderrucksack kannst Du beispielsweise Dein übliches Gepäck, wie eine Trinkflasche, die Brotzeitbox und eine Jacke nebeneinander legen, um ein Gefühl für das Packvolumen zu bekommen. Anschließend holst Du Dir Deinen Rucksack am besten im Outdoor Sports Outlet Deines Vertrauens. Im Shop kannst Du den Rucksack anprobieren, die unterschiedlichen Größen vergleichen und Dich von einer Fachverkäuferin hinsichtlich des richtigen Models beraten lassen. Hast Du Deinen Rucksack gefunden, kannst Du ihn direkt nach dem Kauf einmal packen, dann sieht Du sofort, ob die Größe passt und wenn nicht kannst Du ihn umtauschen.

Zur Orientierung haben wir eine kleine Liste erstellt, welche Größe für dein Vorhaben passen könnte:

Alltag und Tagestouren: Bis zu 30 Liter.

Touren bis 3 Nächte: Der Rucksack sollte zwischen 30 und 60 Litern haben, damit der Kulturbeutel, Wechselkleidung und ein Reisehandtuch Platz haben.

Trekkingtouren: Je nach Länge der Tour ist ein Rucksack zwischen 50 und 75 Litern empfehlenswert.

Längere Reisen: Eine längere Reise verlangt ein Packvolumen ab 60 Litern.

Die Rucksackarten

Während des Designvorgangs werden das Tragesystem, die Form und das Material bereits für die vorgesehenen Aktivitäten optimiert. Deshalb sollte der Rucksack nicht nur nach Größe, sondern auch passend zur geplanten Aktivität gewählt werden.

Tagesrucksäcke

Tagesrucksäcke sind für alle Aktivitäten gedacht, die innerhalb eines Tages abgeschlossen werden. Ob für den Weg zur Arbeit, eine Wanderung oder das Einkaufen in der Stadt – Tagesrucksäcke gibt es in vielen Designs mit unterschiedlichen Funktionen.

Laptoprucksäcke

Für alle, die in der Arbeit, Uni oder Schule jeden Tag den Laptop und andere Unterlagen dabeihaben, ist ein Laptoprucksack optimal. Polsterungen und regendichte Materialien schützen die elektronischen Geräte. Gleichzeitig bieten die Rucksäcke genügend Platz, für eine Jacke oder die Brotzeit.

Wanderrucksäcke

Moderne Wanderrucksäcke bieten neben einem hohen Tragekomfort auch eine effektive Luftzirkulation an den Auflageflächen, um einen Hitze- oder Nässestau zu vermeiden. Im offenen Gelände ist bei Regenschauern nicht immer ein Unterstand zu finden, weshalb auf wasserdichte Außenmaterialien geachtet werden sollte.

Tourenrucksäcke

Wer spezielle Outdoor Aktivitäten wie längere Skitouren, Klettertouren oder Hochgebirgswanderungen ausübt, sollte zu einem speziellen Tourenrucksack greifen. Diese bieten etwas weniger Packvolumen als Trekkingrucksäcke, sind jedoch in ihren Funktionen auf die verschiedenen Sportarten angepasst. Sie zeichnen sich durch einen sehr sicheren Sitz bei hoher Bewegungsfreiheit aus.

Trekkingrucksäcke und Reiserucksäcke

Wer zu Fuß über mehrere Tage oder Wochen unterwegs ist, braucht optimalen Tragekomfort, auch bei schwereren Lasten. Die Rucksäcke bieten ein großes Packvolumen mit verschiedenen Fächern. Um Rücken und Schultern zu entlasten verfügen die Rucksäcke über ein komfortables Tragesystem mit Brust- und Hüftgurten.

Spezielle Taschen und Rucksäcke

Wer beim Trailrunning, Wandern, Radfahren oder Laufen nur das Wichtigste mitnehmen möchte, der hat die Möglichkeit, zu einem Kleinstrucksack oder Wasserrucksack zu greifen. Für einen kleinen Snack, Karten und Geld findet sich Platz. In größeren Modellen können z. B. auch Jacken oder Erste Hilfe Sets verstaut werden. Im Wasserrucksack ist ein Trinkbehälter mit Trinkschlauch enthalten.

 

Regenschutz

Wasserdichte Säcke bieten einen zusätzlichen Schutz vor Nässe und helfen, das Reisegepäck zu sortieren. Für Rucksäcke werden zudem Regenabdeckungen angeboten.

Die Rückenlänge

Damit der Rucksack richtig eingestellt werden kann, muss er zur Rückenlänge des Trägers passen. Diese lässt sich am besten mit einem Maßband und einer helfenden Hand messen. Gemessen wird entlang der Wirbelsäule vom siebten Halswirbel bis zur Höhe des Beckenkamms. Um den siebten Halswirbel zu finden legst Du am besten dein Kinn an die Brust. Der Wirbel tritt am unteren Ende deines Halses deutlich hervor. Den unteren Messpunkt erfühlst Du, indem Du Deine Hände auf Deine Hüfte legst und die Oberkante des Beckenknochens – auch Beckenkamm genannt - erfühlst.

Grob lassen sich Rückenlängen in diese drei Kategorien einteilen:

Kurzer Rücken: c. a. 40 – 49cm

Normaler Rücken: c. a. 50 – 57 cm

Langer Rücken: c. a. 58 – 70 cm

Das Einstellen der Gurte

Vor der Anprobe sollten alle Riemen gelockert und der Rucksack mit einem realistischen Gewicht beladen werden. Anschließend kann der Rucksack geschultert werden. Die Hüftflosse sollte bei der richtigen Rückenlänge mittig über dem Beckenkamm sitzen. Im nächsten Schritt kann der Schultergurt festgezogen werden. Dieser sollte nicht zu stramm sitzen, da die Hauptlast mit dem Hüftgurt getragen wird. Die Schulterposter umschließen die Schultern am besten, wenn der Schulterträgeransatz zwischen den Schulterblättern liegt. Im Anschluss kann der Brustgurt angepasst und geschlossen werden. Dieser sollte unter keinen Umständen die Atmung beeinträchtigen. Die Hauptaufgaben des Brustgurtes liegen in der Stabilisierung der Schultergurte und der Entlastung der Schultern.

Einige Rucksäcke bieten zudem Stabilisierungsriemen für Hüft- und Schultergurte. In schwierigem Gelände können die Stabilisierungsriemen für einen sicheren Sitz angezogen werden. Flaches Terrain erlaubt hingegen eine Lockerung im Schulterbereich zur besseren Belüftung. Über die Stabilisierungsriemen im Hüftbereich wird die Bewegungsfreiheit und die Übertragung der Last auf die Hüften reguliert. Die Lastenverteilung kann auf diese Weise bei längeren Wanderungen variiert werden. Zusätzlich gibt es noch die sogenannten Lastriemen, mit welchen der Lastwinkel eingestellt werden kann. Der Lastwinkel sollte in etwa 30° bis 45° Grad betragen. Bei längeren Wanderungen kann auch hier variiert werden. Die Lastriemen kleinerer Tagesrucksäcken dienen zur Regulierung der Rückenlänge.

Das richtige Packen

Bodenfach

Leichte voluminöse Gegenstände, wie ein Schlafsack oder Jacken kommen in dieses Fach. Um optimal darauf aufbauen zu können, sollten die Gepäckstücke möglichst parallel und gleichmäßig liegen.

Hauptfach

Schwere Gegenstände sollten möglichst nahe am Rücken – und damit am Tragesystem - im hinteren Bereich des Hauptfachs aufbewahrt werden. In leichtem Gelände kann der Schwerpunkt dabei etwas höher angesetzt werden, in schwierigem und steilen tiefer. Das vordere Hauptfach eignet sich für mittelschwere Gepäckstücke, wie Kleidung und Brotzeit.

Deckelfach

Alles, was regelmäßig benötigt wird gehört in dieses Fach. Dazu zählen beispielsweise Sonnencreme, Wanderführer und Geldbeutel.

 

„Weniger ist mehr“

Oft gehört und in Packhinsicht immer wahr. Packe minimal und lass davon am besten noch ein Drittel zu Hause – so bist du freier und weniger belastet. Das Gewicht des Rucksacks sollte niemals mehr als 25% des Körpergewichts ausmachen.

Die Auflistung zeigt, wie schwer Rucksäcke für einzelne Aktivitäten höchsten sein sollten:

Kurze Radtouren, Laufen, Stadt: max. 5 kg
Tagestouren Wandern/Rad mit wenig Gepäck, Klettern, Ski: max. 8 kg
Zweitagestouren: max. 10 kg
Trekkingtouren, ausgedehnte Klettertouren, Hochtouren, Skitouren: max. 12 kg
Längere Trekkingtouren, Reise: max. 18 kg
Trekkingtouren mit Selbstversorgung, Expeditionen, große Rundreisen: max. 25 kg

Zusatztipp: Mit Packbeuteln ist ein Rucksack nicht nur besser organisiert, zusätzlich wird Platz gespart und das Gepäck hat einen doppelten Nässeschutz.

Rucksäcke für Kinder

Bei der Wahl eines Rucksacks spielt die Statur und das Alter des Kindes eine wichtige Rolle. Im Kindergartenalter sollte der Rucksack nur mit einer kleinen Trinkflasche und der Brotzeit gefüllt werden, egal ob eine Berghütte oder der Kindergarten das Ziel ist. Grundschulkinder hingegen können - je nach Statur und Fitness - zusätzlich ihre eigene Jacke und weitere Gegenstände tragen. Teenager sind oft in der Lage selbst einzuschätzen, was ihnen zu schwer wird. Wie bei Erwachsenen können für verschiedene Aktivitäten spezielle Rucksäcke gekauft werden. Wichtig ist auch hierbei ein optimaler Sitz und die richtige Packweise.

Allgemein gilt:

Packvolumen

Kleinkinder (2-3 Jahre): max. 5 Liter
Kindergartenkinder (3-6 Jahre): max. 15 Liter
Grundschüler (6-10 Jahre): max. 20 Liter
Teenager: max. 40 Liter

Gewicht

Kindergartenkinder: max. 1 kg
Grundschulkinder (bis 8 Jahre): max. 3 kg
Schulkinder (9 bis 12 Jahre): max. 5 kg
Teenager: bis zu 7 kg

Wir wünschen Dir viel Spaß mit Deinem Wegbegleiter!

Lass uns gerne über #OutdoorSportsOutlet an Deinen Abenteuern teilhaben.

8 comments

  1. 123movies 1 Februar, 2021 at 09:05 Antworten

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